Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung

in der Evangelischen Kirche von Westfalen

Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung

in der Evangelischen Kirche von Westfalen

Didaktisch gesehen ruht die Ausbildung auf mehreren Säulen, deren Zusammenspiel sich bisher bewährt hat:

Theorie

An einem Wochenende und sieben Samstagen im Laufe eines Kalenderjahres werden Homiletik, Liturgik und biblisch-theologisches Grundwissen gelernt und erarbeitet. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung homiletischer Grundkenntnisse. Übungen, Wiederholung und die aufgrund des ausführlichen Skriptes gegebene Möglichkeit der Nacharbeit dienen der Vertiefung.

Praxis

Die Teilnehmenden fertigen bereits zum zweiten Treffen eine Andacht an und reichen sie vorher schriftlich ein. Zu den weiteren Ausbildungstagen verfassen sie jeweils eine Predigt oder einen vollständigem Gottesdienstentwurf. Insgesamt sind im Lauf des Ausbildungsjahres sechs schriftliche Predigt- bzw. Gottesdienstentwürfe rechtzeitig abzugeben. Jeder und jede hält mindestens eine Predigt in Form einer liturgisch zu gestaltenden Andacht im Kurs. Die Gestaltung einzelner Gottesdienstteile in Zusammenarbeit mit Mentor/ Mentorin während der Ausbildung in den entsendenden Gemeinden bietet gute Möglichkeiten der Übung. Während der Ausbildung erhalten alle Teilnehmenden drei Stunden Einzelcoaching in ihrer Kirche vor Ort. Dies geschieht bei mindestens zwei Treffen durch dafür extra ausgebildete Pfarrerinnen und Pfarrer – möglichst aus einem benachbarten Kirchenkreis. Im Anschluss an die Ausbildung (frühestens am 4. Advent) hält jede Teilnehmerin/ jeder Teilnehmer einen Probegottesdienst in Gegenwart ihrer Superintendentin oder ihres Superintendenten, bzw. deren Vertretung. Deren/ dessen Bericht geht mit dem Votum der Ausbildungsleitung an das Landeskirchenamt. Damit wird die Berufung zur Prädikantin/ zum Prädikanten beantragt. Zwischen Probe- und Einführungsgottesdienst sollten mindesten sechs ferienfreie Wochen liegen.

Feedback

Ab der zweiten Ausbildungseinheit werden jedes Mal alle eingesandten Predigten im zehnminütigen Einzelgespräch mit der Kursleitung besprochen. Diese Gespräche werden unter vier Augen in der Mittagspause und in Anschluss an die Veranstaltung geführt. (Während dieser Besprechungen nähert sich die andere Hälfte der Gruppe über eine bestimmte Methode [Bibelteilen, „Kino im Kopf“] dem biblischen Text an, zu dem die nächste Predigt zu erstellen ist). Zusätzlich folgt auf die vor der Gruppe gehaltenen Andachten anschließend jeweils ein geregeltes Feedback im Plenum direkt in der Kapelle. In der fünften Ausbildungseinheit gibt es ein Zwischenkolloquium, bei dem die Kursleitung darüber informiert, wie sie dann den aktuellen individuellen Stand sieht und ob der Abschluss der Ausbildung und die Berufung zum Dienst an Wort und Sakrament empfohlen werden kann.

Mentorat

Begleitend zur Ausbildung sucht sich jede Kursteilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Pfarrerin oder einen Pfarrer als Mentorin oder Mentor zur individuellen Begleitung. Dies ist in der Regel die Gemeindepfarrerin oder der Gemeindepfarrer. Die Mentorinnen oder Mentoren können ebenfalls Rückmeldungen zu den im Kursverlauf angefertigten Predigt- und Gottesdienstentwürfen geben. Sie stellen ggf. Materialien zur Verfügung und führen in die örtliche Liturgie ein. Außerdem können sie Gelegenheiten geben, bereits während der Ausbildung Teile im Gottesdienst zu übernehmen.