Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung

in der Evangelischen Kirche von Westfalen

Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung

in der Evangelischen Kirche von Westfalen

Die Prädikantenausbildung für kirchliche Mitarbeitende

Mitarbeitende in Verkündigung, Seelsorge und Bildungsarbeit, die die Anstellungsfähigkeit zur Gemeindepädagogin oder die Ausbildung als Diakon abgeschlossen haben, sowie Religionslehrerinnen und Religionslehrer können als Prädikant bzw. Prädikantin beauftragt werden.

Grundlage der Ausbildung

Mitarbeitende in Verkündigung, Seelsorge und Bildungsarbeit, die die Anstellungsfähigkeit zur Gemeindepädagogin oder zum Gemeindepädagogen haben oder die Ausbildung als Diakonin oder Diakon abgeschlossen haben, sowie für Religionslehrerinnen und Religionslehrer, können zur Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung berufen und als Prädikantin oder Prädikant beauftragt werden. (§ 1 Prädikantengesetz) Für sie wird im Institut für Aus-­, Fort- und Weiterbildung, Bereich Prädikantenarbeit, eine an ihren Vorkenntnissen und den Anforderungen der Einrichtungen orientierte Ausbildung angeboten.

Inhalte der Ausbildung sind:

„Auf dem Weg zur Predigt“ – Homiletik-Kurs

  • Geschichte der Predigt
  • Einführung in die Predigtwoche nach Christian Möller
  • Erstbegegnung mit dem zu bearbeitenden Text nach der Methodik des Bibel­Teilens
  • Die homiletische Situation
  • Exegese des Textes
  • Schriftmeditation
  • Erarbeitung und Vortrag einer Predigt mit Gruppen- und Leitungsfeedback
  • Literatur

„Gottesdienst mit Präsenz feiern“ – Kurs zu Liturgie und Gottesdienstgestaltung

  • Geschichte des christlichen Gottesdienstes
  • Einführung in das Evangelische Gottesdienstbuch
  • Einführung in das Evangelische Gesangbuch
  • Reise durch den Gottesdienst: Die Inszenierung des Evangeliums
  • Die Lesungen: Sprecherziehung und Textgestaltung
  • Liturgische Präsenz: Segen, Eröffnung, Abendmahlsfeier
  • Literatur

„Kasualien“ – Kurs zu den kirchlichen Handlungen

  • Kirchenrechtliche Grundlagen zu Taufe, Trauung und Bestattung
  • Die Agenden für Taufe, Trauung und Bestattung
  • Musik bei kirchlichen Handlungen
  • Liturgische Präsenz: Taufe
  • Liturgische Praxis: Trauung und Bestattung
  • Das Kasualgespräch


Die Kurstage werden strukturiert durch Morgen­, Mittags­ und Abendgebet. In der Einheit zu den kirchlichen Handlungen findet ein Abendmahlsgottesdienst statt, den die Teil­nehmenden erarbeiten und gestalten.

Die Zulassung zur Ausbildung erfolgt durch den Anstellungsträger oder wird durch das Presbyterium der Wohngemeinde beim Landeskirchenamt beantragt. Die Ausbildung wird vom Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung in drei Kursen innerhalb eines Jahres durchgeführt, die jeweils von Montag bis Donnerstag stattfinden. Dafür wird Sonderurlaub gewährt.

Termine

P2.1 Auf dem Weg zur Predigt (Homiletik)
Viertägig, in der Regel im November

P2.2 Gottesdienst mit Präsenz feiern (Liturgie)
Viertägig, in der Regel im Januar

P2.3 Amtshandlungen gestalten (Kasualien)
Viertägig, in der Regel im Frühjahr